Vorfreude auf das diesjährige Schreibexil

12. August 2013 § Ein Kommentar

Am Feiertag geht’s los. Dann bin ich wieder für 1,5 Wochen mit lieben Freunden im Exil am Land. Der Vorwand der ganzen Aktion: Möglichst viel schreiben und Kreativität atmen. Hauptziel 1: Mit ganz tollen Menschen eine super Zeit verbringen. Nebenziel 1: Gut essen. Nebenziel 2: Es gemütlich haben. Ich gehe von einer hundertprozentigen Zielerreichung aus.

Aber natürlich habe ich auch meine Ambitionen, was das Schreiben betrifft. Nachdem mein Romanwerkl in den vergangenen Monaten brachgelegen ist (dafür habe ich die eine oder andere Kurzgeschichte verfasst), möchte ich die Zeit nutzen, hier wieder richtig reinzufinden. Und darauf freue ich mich schon. Ich habe meine armen Protagonisten viel zu lang allein gelassen. Das ist nicht gut, da kommen sie nur auf dumme Ideen.

Advertisements

Und ’ne Buddel voll Rum …

5. Juli 2012 § Ein Kommentar

Yeah, morgen geht’s mal wieder los mit dem Reisen. Der letzte Urlaub ist noch gar nicht so lange her, und schon zieht’s mich wieder raus aus Wien. Diesmal: Segeln (bzw. segeln lassen) auf dem IJsselmeer in den Niederlanden auf einem historischen Segelschiff. Mit dabei: Ganz besondere Menschen, die mein Leben auf so vielfältige Weise unglaublich bereichern. Am Wochenende werden wir noch Amsterdam unsicher machen (und uns, den Orientierungssinn der Beteiligten berücksichtend, dabei gründlichst verlaufen), am Sonntagabend gibt es dann das große Treffen aller Matrosen und Wasserratten beim fröhlichen Palatschinkenessen und anschließend geht’s aufs Schiff, auf dem wir dann fünf Tage lang die Nase in den Wind halten, Seemannslieder singen, uns schauerliche Piratengeschichten erzählen und von Zeit zu Zeit, wenn uns danach ist, von der Reling kotzen werden. Auf geht’s!

Schreibexil 2012 Leogang – ein wehmütiger Rückblick

20. Mai 2012 § 7 Kommentare

Nun bin ich also wieder zurück, der letzte Exilant unseres Kreises, der den Heimweg gefunden hat. Müde schleppe ich mich mit Sack und Pack die Treppen hoch, schlurfe in meine Wohnung, die mich aus traurigen Bücherregalen blöd anglotzt, und frage mich, warum die Zeitmaschine immer noch nicht erfunden ist. Ich will wieder zurück!

Die letzten beiden Wochen mit Victoria, Claudia, Philipp, Steffi, Tanja, Mascha, Gabi und Pebo (nicht zu vergessen natürlich Nora und Madame Grisou) waren so etwas von legendär, dass man sie kaum in Worte fassen kann (ja ja, ein Armutszeugnis für einen Möchtgern-Schriftsteller). Danke euch allen für diese geniale Zeit! Dass ich meinen 30er in eurer Runde verbringen durfte, war dann noch das Sahnehäubchen!

Zwei Wochen sind nun also zu Ende, zwei Wochen, die

  • wunderbare Texte,
  • gruselige Robin-Hood-Filme,
  • gemütliches Beisammensitzen,
  • spannendes Vorlesen,
  • produktive Text- und Plotarbeit,
  • wandernde Schriftsteller,
  • eingeschneite Ponys,
  • nasse Hunde,
  • gemeingefährliche Busch-Hindernisse,
  • mitreißende Pärchenromantik,
  • hektische Koch-Sessions,
  • verbranntes Grillgut,
  • leckere Salate,
  • lange Abende,
  • herzzerreißende Abschiede und
  • überraschende Perspektiven

gebracht haben. Keine einzige Minute davon möchte ich missen. Es bleibt der Trost, dass ich nächstes Jahr mit diesen lieben Menschen wieder ins Exil gehen darf. Und ich stelle fest: Manchmal fühlt sich ein Exil wie Heimat an.

Von Irland aus ins Exil

6. Mai 2012 § Ein Kommentar

Es ist – endlich – wieder soweit! Was ich letztes Jahr im August eine Woche lang gemacht habe, habe ich nun zwei Wochen lang: Ich bin ein Exilant! Konkret: Ich habe mich mit einigen ganz lieben Menschen in ein beschauliches Häuschen zurückgezogen, wo ich mich zwei Wochen lang inspirieren lasse und schreibe, was die Fingerspitzen hergeben. Die Atmosphäre könnte nicht besser sein: Wir sind in einem alten Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert untergebracht in einem kleinen Örtchen im Pinzgau zwischen den Bergen. Nebenan fließt ein Bach, ich sitze gerade am offenen Fenster und höre ihn rauschen. Jeder von uns hat sein eigenes Appartement, in meinem Fall mit zwei Zimmern und insgesamt 5 Betten – ein Paradies für Schlafwandler! – und eigenem Bad sowie einer Kochnische, dazu gibt es jede Menge netter Aufenthaltsräume, wo man sich zusammenrotten und quatschen kann, einen schönen Garten, es ist ruhig, friedlich, inspirierend. Und natürlich ist die Gesellschaft allerfeinst. Ich bin mit genau jenen Menschen hier, mit denen ich in einem Schreibexil sein möchte. Ein wunderbares Kontrastprogramm nach drei Tagen Dublin, die auch wunderbar waren (mehr davon vielleicht später), aber jetzt komme ich so richtig runter, schüttele den Alltag ab, und kann mich endlich in aller Ruhe dem Schreiben widmen, das viel zu lange viel zu kurz gekommen ist.

Hier noch Ausblicke aus meinem Fenster:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und hier mein Appartment:

 

 

 

 

 

 

Vorfreude auf Dublin

1. Mai 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ab morgen bin ich für drei Tage in Dublin, Stadt von James Joyce, Oscar Wilde, Samuel Beckett, Bram Stoker, Jonathan Swift, William Butler Yeats, George Bernard Shaw – Mann, was die Stadt für große Schriftsteller herausgebracht! Nicht zu vergessen die Legion von Musikern, Schauspielern und anderen Künstlern. Inspiration lauert hinter jeder Ecke.

Vor einigen Jahren, im Zuge meines Auslandsjahres in Birmingham, habe ich Dublin das erste Mal für zwei besucht. Meine Erinnerungen sind eher verblasst bzw. vielleicht auch zu sehr erdrückt worden von einer Vielzahl anderer Erinnerungen an dieses spannende und prägende Jahr (London! Edinburgh! St. Andrews! Loch Lomond! Oban! Bath! Tintern Abbey! Stratford-upon-Avon!). Nun werde ich die Stadt neu entdecken, vielleicht auch dieses Mal einen kleinen Ausflug ins Gemüse machen. Südlich von Dublin gibt es einen als sehr nett und sehenswert beschriebenen Nationalpark. Das Wetter könnte mitspielen. Zwar wird es keine knappe 30 Grad haben wie bei uns (zum Glück, bin ich geneigt zu sagen), aber immerhin 13 – 15 Grad bei halbwegs trockenen Verhältnissen (heißt für Dublin: Es wird wohl nur zweimal am Tag regnen). Der Fotoapparat ist eingepackt, mein Netbook zum Schreiben auch (wie gesagt: Inspiration lauert überall), damit kann es also los gehen.

Gleich anschließend, ab Samstag nämlich, werde ich mich dann mit Freunden für zwei Wochen in ein Schreibexil in Leogang in Salzburg zurückziehen. Das ist etwas, worauf ich mich schon seit Monaten freue! Und ich bin mir sicher, dass ich in Dublin den Kopf soweit frei bekomme, dass ich die kommenden zwei Wochen richtig produktiv in die Tasten hauen kann.

Flughafenroulette

25. März 2012 § 2 Kommentare

Wir notieren den 25. März 2012, ein Sonntag, etwa 18 Grad Celsius, leichter Wind. An diesem auch ansonsten inspirierenden, frühlingshaften Nachmittag wurde ein neues Spiel geboren: Das Flughafenroulette. Als Urheber dürfen sich die grandiose Victoria Schlederer und meinereiner bezeichnen. So geht das Spiel, es ist wirklich einfach:

1. Man fährt mit leichtem Gepäck zum nächstgelegenen Flughafen und bucht dort last minute den ersten, ohne Visum und ohne Langstrecke erreichbaren Flug (also Europa, Nordafrika).

2. Am Ziel angekommen, begibt man sich zum Schalter und bucht wieder den ersten erreichbaren Flug., und das wiederholt sich dann.

3. An der fünften Destination (kann vor Spielbeginn anders vereinbart werden, keinesfalls aber mehr währenddessen) macht man schließlich Urlaub – EGAL, WO DAS IST, ob Kairo, Glasgow, Antalya oder Bielefeld!

Ready to go? Viel Spaß!

Sofia, die geheimnisvolle Dame vom Balkan

27. Juni 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Donnerstag und Freitag war ich mit einem Kollegen in Sofia / Bulgarien, um einen Geschäftspartner zu treffen. Zum Glück war der Zeitplan dermaßen locker ausgestaltet, dass sich der eine oder andere Spaziergang durch die Stadt ausging. Von Sofia wusste ich bis dato so gut wie gar nichts, die Stadt tauchte einfach nie am Radar auf. Von anderen europäischen Hauptstädten kann man sich in der Regel ein rudimentäres Bild machen, auch wenn man noch nie dort war. Paris, London, Lissabon, Madrid, Prag, Berlin – das sind Städte, von denen man vielleicht Bilder kennt, Erzählungen – die sich geistig zumindest ansatzweise ausgeformt haben (ob das Bild in der Realität dann bestätigt wird oder nicht, ist eine andere Frage). Aber Sofia? Himmel – WO in Bulgarien liegt das denn? Und WO liegt BULGARIEN überhaupt genau? Irgendwo den Balkan runter, bei Rumänien so circa – okay, das bekommt man noch zusammen. Aber welche Form hat das Land? Wie weit ist die Küste von Sofia entfernt? Und so weiter … Wie gesagt, mit Sofia bzw. Bulgarien generell kam es in meinem Leben kaum zu Berührungen. Umso spannender war es, einmal dorthin zu fliegen.

Eines gleich vorweg geschickt: Es zahlt sich aus. Ich würde Sofia jetzt nicht unbedingt als Urlaubsdestination Nr. 1 betrachten, aber wenn man sich mal außerhalb der ausgetretenen Touristenpfade bewegen und eine sehr lebhafte, aber dennoch gemütliche und mit interessanten Attraktionen ausgestattete Stadt entdecken möchte, der sollte Sofia eine Chance geben. Klarerweise konnte ich mir aufgrund der begrenzten Zeit nur ein sehr überblicksartiges Bild der Innenstadt machen, aber das hat schon ausgereicht um Appetit auf ein paar Tage mehr zu machen. Die sehr interessanten historischen Gebäude verbinden österreichische mit russischer Architektur und machen durchaus Eindruck. Unser Geschäftspartner erzählte mir, dass Wien und Sofia etwa zur gleichen Zeit (und teilweise mit den gleichen Architekten), also Ende des 19. Jhs., einen Bauboom erlebten. So sehen die herrschaftlichen Residenzen von Sofia zum Teil wirklich so aus, als könnten sie durchaus auch am Wiener Ring stehen. Gleichzeitig spürt man überall den russischen Einfluss. Vor allem die Alexander Nevski-Kathedrale sowie die Nikolai-Kirche wissen in dieser Hinsicht zu gefallen.

Generell sind mir drei Dinge besonders an Sofia aufgefallen:

1. Die Stadt ist sauberer als ich vermutet habe (auch wenn die Straßen zum Teil doch in etwas schlechterem Zustand sind). Wer eine heruntergekommene Ostblock-Stadt vermutet, wird rasch eines Besseren belehrt.

2. Sofia ist immer noch enorm am Wachsen. Laut Aussage unseres Geschäftspartners ist die Stadt innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte um ca. 1 Million Einwohner angewachsen. Vor allem hochmoderne Bürokomplexe schießen wie die Pilze aus dem Boden, was zum Teil einen heftigen Kontrast zu den alten kommunistischen Plattenbauten (die es immer noch zur Genüge in Sofia gibt, aber nach und nach Platz machen) ergibt. Generell sieht man, dass die Stadt im großen Stil dabei ist, sich neu zu definieren.

3. Die Stadt macht einen sehr gemütlichen und entspannten Eindruck. Auf den Straßen ist auch in der Nacht viel los, aber keineswegs wirken die Leute überdreht, wie es bei uns oft der Fall ist. Überall in jedem Straßenkaffee sitzen auch lange nach Einbruch der Dunkelheit alte und junge Leute bunt gemischt zusammen, von jeder Ecke hört man Musik (aber nicht zu laut), alle sind sehr entspannt und genießen einfach nur den Abend. Ich bin absolut kein großer Fortgeher, aber in einer solchen Atmosphäre würde auch ich mich wirklich wohl fühlen. Ich bin mir sicher, dass es auch für die eher Feierwütigen dementsprechende Discos und ähnliche Einrichtungen gibt, aber auch das eher gesetztere Publikum kommt voll auf seine Kosten.

Unser Geschäftspartner war zurecht stolz auf seine Stadt. Und ich kann jedem, der die Gelegenheit mal hat, nur empfehlen, sich selbst ein Bild zu machen.

Hier noch ein paar Ansichten:

Sofia von oben

Sofia von oben

Sofia von oben II

Alexander-Nevski-Kathedrale

Alexander-Nevski-Kathedrale

Alexander-Nevski-Kathedrale II

Alexander-Nevski-Kathedrale III

Weitere Ansichten

Sveti-Nikolai-Kirche

Ehemaliger Zarenpalast / Nationale Kunstgalerie

Nationaltheater Iwan Wasow I

Nationaltheater Iwan Wasow II

Sofia

Sofia

Sofia

Schusswaffenverbot in Banken :-)

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan die Kategorie Unterwegs auf Thomas Mühlfellner.