Die Gefährten: Paul Auster

26. Juli 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Heute stelle ich wieder einen meinen Gefährten vor: Paul Auster. Er begleitet mich noch nicht so lange wie manch andere Autoren, bei weitem nicht so lange wie beispielsweise Ray Bradbury, aber in den letzten Jahren hat er seinen Fixplatz in meinem Bücherregal gefunden. Ich lese ihn ausschließlich auf Englisch – eine kleine Marotte von mir. Bei Autoren, die ich zum ersten Mal auf Englisch gelesen habe, bleibe ich auch dabei. Austers Prosa ist klar und präzise genug, dass auch ein in der Sprache nicht ganz sattelfester Leser wie ich nicht vom Pferd fällt.

Was ich von ihm gelesen habe:
In the Country of Last Things
Invisible
Man in the Dark
Mr. Vertigo
Oracle Night
The Book of Illusions
The Brooklyn Follies
The New York Trilogy
Travels in the Scriptorium

Was noch auf dem Stapel ungelesener Bücher liegt:
Timbuktu

Was ich sonst noch von ihm lesen möchte:
Leviathan
Moon Palace
Sunset Park
The Invention of Solitude
The Music of Chance

Mein Lieblingsbuch:
The Book of Illusions

Warum genau dieses:
Paul Auster zeichnet in „The Book of Illusions“ auf grandiose, spannende Weise den Lebensweg eines in Vergessenheit geratenen und spurlos verschwundenen Stummfilmstars der 20er Jahre nach und verknüpft diese Geschichte virtuos mit der Selbstfindung eines depressiven Universitätsprofessors, der alles verloren hat im Leben. Es ist ein zutiefst berührender Roman, der gleichermaßen komisch wie traurig, skurril wie lebensnah ist.

Und warum Auster:
Ich habe mein Herz an die Postmoderne verloren. Paul Auster ist zwar nicht mein absoluter Liebling dieser literarischen Strömung, aber ein ungemein vielseitiger, interessanter Autor, dem es immer wieder gelingt, mich aufs Neue zu überraschen. Nicht alle Bücher sind von gleichbleibend hoher Qualität – so haben mich „In the Country of Last Things“, „Travels in the Scriptorium“ oder auch seine viel gepriesene „New York Trilogy“ eher enttäuscht, aber grandiose, extrem lange nachhallende Werke wie „The Book of Illusions“, „The Brooklyn Follies“ oder „Mr. Vertigo“ machen das mehr als wett. Bei diesen Büchern beginnt etwas in mir im Gleichklang mit den Zeilen zu schwingen, und das Leben erscheint plötzlich gleichzeitig klarer wie geheimnisvoller. Klarer in seiner Konzentration auf die Eckpfeiler Liebe, Sinnsuche und Tod, geheimnisvoller in den Facetten, in denen diese drei Eckpfeiler zu schillern beginnen.

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