Jahresrückblick 2012: Alben

3. Januar 2013 § 2 Kommentare

Weiter geht es mit meinem persönlichen Jahresrückblick. Jetzt ist die Musik dran. 2012 war ein ziemlich gutes Jahr, finde ich. Einige verdammt gute Alben haben es nicht einmal in meine Jahres-Top 10 geschafft (zB David Byrne & St. Vincent, Lee Ranaldo, The xx oder Soulsavers mit Dave Gahan). Und bei den Japandroids habe ich den Verdacht, dass sie sich nachträglich gedanklich in die Top 10 quetschen könnten. Ihr Album habe ich von einem Arbeitskollegen gerade eben noch bekommen, aber noch nicht angehört. Wie auch immer, nach aktuellem Stand der Dinge sind das meine Top 10:

Platz 1 – und damit Album des Jahres:
Julia Holter – Ekstasis

Julia Holter ist für mich die Entdeckung des Jahres. Ein großartig verträumtes Debutalbum mit teils bedrohlichen Untertönen, so was mag ich. Ich bin jedenfalls schon sehr darauf gespannt, was sie uns in den nächsten Jahren anbieten wird. Ich habe aber keine Zweifel daran, dass es großartig sein wird.

Bester Song des Albums: Goddess Eyes I

Platz 2:
Dinosaur Jr. – I Bet on Sky

Das vielleicht beste Album seit ihrer Reunion. Dinosaur Jr. sind einfach groß. Punkt. Und mit dem neuen Album haben sie mal wieder eine Duftmarke gesetzt, die sich gewaschen hat. Mit welcher Gelassenheit sie im Alter ihr Ding durchziehen und dabei frisch und originell bleiben, ist verblüffend. Junge Möchtegern-Rocker, macht das erst einmal nach!

Bester Song des Albums: Almost Fare

Platz 3:
Mark Lanegan Band – Blues Funeral

Ebenfalls auf dem Treppchen: Mark Lanegan. Ich liebe seine Stimme, die mehr erzählt als dass sie singt. „Blues Funeral“ ist eine düstere Reise durch die Abgründe der Seele.

Lieblingssong: Harborview Hospital

Platz 4:
Blood Red Shoes – In Time to Voices

Der Stil ist opulenter geworden und man hört, die Band hat sich weiterentwickelt. Auch wenn ich ihr aufs Wesentliche reduzierte Debutalbum sehr mag, gefällt mir die neue Richtung dennoch sehr.

Lieblingssong: In Time to Voices

Platz 5:
Soundgarden – King Animal

Yeah, sie sind wieder da! Was wäre mein CD-Regal ohne Soundgarden? Und mit „King Animal“ kommt ein weiteres großartiges Album dazu. Sie schließen da an, wo sie mit „Down on the Upside“ aufgehört haben. Und klingen dabei doch noch sehr inspiriert.

Lieblingssong: By Crooked Steps

Platz 6:
The Dandy Warhols – This Machine

Definitiv ein Grower. Das Album braucht etwas Zeit, dann entwickelt es sich aber zum absoluten Hörgenuss. Viele tolle Momente, viele gute Ideen. Nicht immer ganz durchgehend auf dem gleichen Niveau, aber die Schwächen sind marginal, die Stärken dafür ganz groß!

Lieblingssong: The Autumn Carnival

Platz 7:
Bob Mould – Silver Age

Noch so ein Album, mit dem ich nun wirklich nicht gerechnet hätte. Bob Mould, der große, alte, zornige Mann, Ex-Hüsker Dü und nunmehr auf Solopfaden unterwegs. Herrlich geradlinige Rockmusik ohne Schnickschnack, einfach einmal mit dem Vorschlaghammer ausgeholt und gut ist es.

Lieblingssong: The Descent

Platz 8:
Mumford & Sons – Babel

An das herausragende Debutalbum kommt das zweite Werk der Briten nicht ran, aber dennoch ist ihnen wieder ein wunderbares Album gelungen, das zum mehrmaligen intensiven Eintauchen einlädt und viele magische Momente hat. Vor allem „Lover of the Light“ ist eine wahre Hymne.

Lieblingssong: Lover of the Light

Platz 9:
Melvins Lite – Freak Puke

Melvins mal wieder zu dritt und nicht mit Big Business – wer hätte das gedacht? Aber auch wenn ich die Alben mit Coady Willis und Jarred Warren innig liebe, so macht auch das neue Album, das sie zusammen mit Trevor Dunn eingespielt haben, Spaß. Es ist verrückt, an manchen Stellen fast unhörbar, gewitzt und hat mit „Tommy Goes Berserk“ meinen persönlichen Song des Jahres. Ich könnte bei jedem Anhören freudig durch die Gegend hüpfen, weil er einfach so großartig ist.

Lieblingssong und Song des Jahres: Tommy Goes Berserk

Platz 10:
Neil Young – Psychedelic Pill

Der erste Song dieser Doppel-CD, „Driftin‘ Back“, hat 27 Minuten und besteht aus zwei Akkorden. Neil Young halt. Der Mann ist gut, und das neue Album ist es auch.

Lieblingssong: Ramada Inn

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