Jahresrückblick 2012: Kinofilme

26. Dezember 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Eigentlich wollte ich – wie üblich – meine Top 3/5/10 Kinofilme des Jahres an dieser Stelle posten. Bei der Durchsicht, was ich dieses Jahr im Kino gesehen habe, ist mir allerdings aufgefallen, dass es ohnehin nur zehn sind. Die kann ich mit einer kurzen persönlichen Bewertung hier ohne Weiteres auflisten. (Fast interessanter ist, was ich alles sehen wollte, aber – bis dato – nicht geschafft habe, wobei ich zumindest bei Amour und Life of Pi noch die Gelegenheit dazu haben werde.)

Der Gott des Gemetzels (von Roman Polanski)
Wenn ich einen Lieblingskinofilm des Jahres benennen müsste, dann wäre es wohl dieser. Ein großartiges Kammerspiel mit vier herausragenden Schauspielern: Jody Foster, Kate Winslet, John C. Reilly und Christoph Waltz. Die Dialoge sind schlicht genial, überspitzt, aber dennoch fest im Boden der Figuren verankert – das macht gute Satire aus.
Persönliche Wertung: 9/10

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise (von Peter Jackson)
Teil 1 der Hobbit-Trilogie. Ich habe vorher noch schnell das Buch gelesen und dann gleich einmal festgestellt, dass die Verfilmung mehr Herr der Ringe-Flair hat als es das Buch als Vorlage hätte erwarten lassen. Das Epische der Herr der Ringe-Trilogie steht aber auch dem Hobbit sehr gut. Einfach gute Unterhaltung, und die neue Technologie hat sich für mich auch bezahlt gemacht – das Auge wird definitiv weniger angestrengt. Man muss sich nur daran gewöhnen, im Kino plötzlich alles scharf zu sehen.
Persönliche Wertung: 8/10

Skyfall (von Sam Mendes)
Der erste Bond-Film mit Daniel Craig war herausragend, der zweite wirr – so war ich sehr darauf gespannt, in welche Richtung nun der dritte gehen würde. Um es kurz zu machen: Der dritte schließt wieder an die Qualität des ersten an, ohne den ganz zu erreichen. Ich mochte vor allem die düstere Grundstimmung, und Javier Bardem war einfach göttlich. Da wäre es meiner Meinung nach Zeit, mal die Rolle eines James Bond-Schurken für einen Oscar zu nominieren.
Persönliche Wertung: 8/10

The Avengers (von Joss Whedon)
Ein weiterer Blockbuster, auf den ich mich schon sehr gefreut habe. (Ich stelle gerade fest, dass dieses Jahr die kleineren Independent-Filme ein wenig zu kurz gekommen sind – zumindest im Kino.) Gut gemachtes Popcorn-Kino mit Robert Downey Jr. und Scarlett Johansson, damit ist die Sache für mich geritzt.
Persönliche Wertung: 8/10

Argo (von Ben Affleck)
Auch wenn ich ihn als Schauspieler langweilig finde, als Regisseur ist Ben Affleck für mich absolut interessant. Argo, sein Film über eine abenteuerliche und leicht unkonventionelle Rettungsmission im Iran der 70er Jahre, hat alles, was ein guter Film braucht: Einen sehr ordentlichen Spannungsbogen, viel Humor (Alan Arkin!), eine glaubhafte, aber originelle Geschichte (die in diesem Fall auf Tatsachen beruht) und gute Schauspieler. Sogar Affleck selbst weiß zu überzeugen. Ob der Film aber der große Abräumer bei den Oscars wird, stelle ich noch in Zweifel. So überragend fand ich ihn dann doch nicht, und ich glaube, da kommt noch einiges an würdiger Konkurrenz in den nächsten Wochen in die Kinosäle.
Persönliche Wertung: 8/10

The Dark Knight Rises (von Christopher Nolan)
Ich bin in den letzten Jahren zum Fan von Christopher Nolan geworden. Er hat mich bisher noch kein einziges Mal enttäuscht. So auch mit dem Abschluss seiner Batman-Trilogie nicht. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass die ersten beiden Filme besser waren. The Dark Knight Rises hatte so seine Längen, war aber dennoch ein würdiger Abschluss der Reihe.
Persönliche Wertung: 7/10

Die Vermessung der Welt (von Detlev Buck)
Zugegeben, ich habe mich mit dem Roman ein wenig schwer getan. Und wenn nicht eine ganz liebe Freundin, die das Buch heiß liebt, ins Kino mitgenommen, ich hätte mir den Film wohl nicht angesehen. Allerdings wurde ich positiv überrascht. Denn der Buch war mit viel Humor und einer tollen Ausstattung in Szene gesetzt und hatte – für mich – weitaus weniger Längen als das Buch.
Persönliche Wertung: 7/10

To Rome With Love (von Woody Allen)
Hier gehen die Meinungen auseinander. Mein Freundeskreis war eher weniger von Woody Allens neuestem Streich begeistert, um es mal vorsichtig auszudrücken, ich hingegen fand den Film sehr witzig. Natürlich war er klischeebeladen, aber das waren auch Midnight in Paris und Vicky Christina Barcelona. Ich habe mich jedenfalls im Kino gut amüsiert, und damit hat Woody Allen für mich alles richtig gemacht.
Persönliche Wertung: 7/10

Das Haus der Sünde (von Bertrand Bonello)
Ein kleiner französischer Film über ein Bordell um die Jahrhundertwende. Gute Schauspielerinnen, eine pompöse Ausstattung, nur die Handlung hätte etwas klarer definiert sein können. So hatte es mehr von einem fragmentarischen Episodenfilm.
Persönliche Wertung: 6/10

Ice Age 4 (von Steve Martino und Mike Thurmeier)
Es ist mittlerweile schon eine lieb gewonnene Tradition, dass ich den neuesten Ice Age-Film (oder auch die Filme der Kung Fu Panda-Reihe) mit einer guten Freundin im Kino sehe, und so bin ich auch dieses Jahr mit ihr in Ice Age 4 gegangen. Geboten wurde dabei genau das, was ich erwartet habe: Ein harmloses, aber ziemlich spaßiges Filmchen für Jung und Junggeblieben. Sid’s Großmutter hatte dabei die meisten Lacher auf ihrer Seite.
Persönliche Wertung: 6/10

Kurze Zusammenfassung: Einen richtig schlechten Film habe ich dieses Jahr im Kino tatsächlich nicht gesehen. Allerdings noch viele gute verpasst, denke ich.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Was ist das?

Du liest momentan Jahresrückblick 2012: Kinofilme auf Thomas Mühlfellner.

Meta

%d Bloggern gefällt das: