Alles neu

20. Mai 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Da schreibt man gut gelaunt 160 Manuskriptseiten – und dann erst kommt die zündende Idee, das I-Tüpfelchen, das Mosaiksteinchen, was auch immer. Eigentlich eine Frechheit sondergleichen, die sich meine Muse da erlaubt hat, aber was soll’s. Zumindest hatte ich 160 Seiten lang Übung. Jedenfalls formiert sich jetzt ein Bild von meinem Roman, das deutlich facettenreicher schillert als die bisherigen Gedankenentwürfe. Am Inhaltlichen ändert sich nichts, die Ausrichtung bleibt gleich, doch denke ich, dass ich die eine oder andere interessante Schicht zusätzlich auftragen konnte, indem ich mich von selbst gewählten Fesseln befreit habe. Zu sehr war ich damit beschäftigt, ja brav alles richtig zu machen – eine schöne personale Erzählweise einbringen, eine saubere Gliederung aufbauen etc. Die Handlung humpelte halt so dahin – und gerade, weil ich durch die personale Sichtweise Nähe zu meinen Figuren suchte, scheiterte ich letztlich am Erzeugen von Spannung und interessanten Blickwinkeln. Nun pfeife ich darauf, ich wende mich wieder meinem ursprünglichen Plan A zu und mache ein schönes, auktoriales Ding daraus. Ich brauche mehr Schliff, um den Roman zum Funkeln zu bringen. Auch die Sprache verträgt noch deutlich mehr, und dieses Mehr kann eine auktoriale Erzählform besser bieten. Ich denke doch, dass es jetzt wieder mehr flutschen wird als zuletzt.

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