I’m looking California – and feeling Minnesota … Soundgarden

19. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Wer mich kennt, weiß, wie wichtig Musik für mich ist. Und da ich mittlerweile doch relativ viele Alben besitze, die ich rauf und runter höre, möchte ich diese bzw. die dahinter stehenden Musiker im Rahmen einer neuen Mini-Serie innerhalb dieses Blogs vorstellen. Den Anfang macht Soundgarden, die zu meinen absoluten Lieblingen gehören. Dieses Jahr verkündeten sie nach fast 13 Jahren eine Reunion. Auf das neue Material darf man schon gespannt sein. Und auch, ob Matt Cameron wirklich sowohl bei Soundgarden (seiner eigentlichen Stamm-Band) und Pearl Jam (wo er auch schon seit 12 Jahren fixes Mitglied ist) spielt. Ich hoffe es jedenfalls sehr – er ist für mich einer der weltbesten Schlagzeuger, ich liebe sein variantenreiches Spiel.

Die letzte (und bekannteste) Besetzung besteht aus Chris Cornell (Gesang + Gitarre), Kim Thayil (Gitarre), Matt Cameron (Schlagzeug) und Ben Shepherd (Bass). Bandgeschichtliches verkneife ich mir an dieser Stelle, die wichtigsten Infos findet jeder auf Wikipedia. Lieber lasse ich die Musik für sich selbst sprechen, wobei ich das hier künftig immer wie folgt halten möchte: Von jedem Album, das ich besitze bzw. gut genug kenne, werden drei Songs vorgestellt. Dazu habe ich mittels eines ausgeklügelten (und völlig überflüssigen) Bewertungssystems die Alben für mich selbst bewertet, wobei die Wertung von 0 bis 10 geht. Da ich kein Mensch mit einem Hang zu Extremen bin, ist alles über 8 verdammt gut.

Nun aber genug der einleitenden Worte, jetzt gibt’s Musik!

Ultramega OK (1988)
Bewertung: 6,26 / 10

Das Debut-Album der Seattle-Veteranen bietet Licht und Schatten. In einigen Songs wird das große Potential bereits angedeutet, das die Band später noch voll ausschöpfen soll, aber noch findet sich sehr viel Füllmaterial auf der Scheibe. So wären beispielsweise die je knapp über einminütigen Geräuschkulisschen von 665 und 667 unnötig gewesen, aber gut – jede Band durchläuft eine Lernphase. Immerhin hört man auch zum Teil ganz Großartiges.

Flower

All Your Lies

Mood for Trouble

Louder than Love (1989)
Bewertung: 8,00 / 10

Bereits ein Jahr später erscheint „Louder than Love“, das zeigt, wozu diese Band fähig ist. Mit „Ugly Truth“ (einer meiner Allzeit-Favoriten von Soundgarden), „Loud Love“, „Hands All Over“ und „Uncovered“ finden sich richtig großartige Songs auf dem Album, und die Lückenfüller werden immer besser. Zwar baut das Album nach einem wirklich grandiosen Beginn zur Mitte hin etwas ab, kommt aber ab „Loud Love“ wieder in Fahrt. Ein grundsolides Album, das ich jederzeit hören kann, wenngleich es auch noch besser geht – wie sich bald zeigen wird.

Loud Love

Ugly Truth

Hands All Over

Badmotorfinger (1991)
Bewertung: 8,38 /10

Anfang der 90er dann der erste richtige Genie-Streich mit „Badmotorfinger“. Ein Rezensent beschrieb das Album einmal als „Energieausstoß eines auf eine Betonmauer knallenden Bulldozers“. Dem ist im Grunde nichts hinzufügen. Außer vielleicht noch: Ich kann mir keine andere Band vorstellen, die „Jesus Christ Pose“ als Single ausgekoppelt hätte. So muss das sein!

Jesus Christ Pose

Rusty Cage

Mind Riot

Superunknown (1994)
Bewertung: 8,78 / 10

„Superunknown“ ist DAS Soundgarden-Album. Punkt. Keine Diskussionen. Es ist das homogenste Album, hat mit „Black Hole Sun“ den legendärsten Soundgarden-Song, und Matt Cameron am Schlagzeug war nie besser (man beachte beispielsweise „My Wave“). Ein Album komplett ohne Schwächen, selbst die schwächsten Songs haben eine Qualität, von der andere Bands nur träumen können. „Superunknown“ sollte in keiner anständigen Platten-Sammlung fehlen.

My Wave

Black Hole Sun

The Day I Tried to Live

Down on the Upside (1996)
Bewertung: 8,33 / 10

Das 1996er-Album „Down on the Upside“ ist der bis dato letzte Streich, ein Jahr später löste sich die Band auf. Während die Jungs auf „Superunknown“ schon sehr experimentierfreudig waren, wird das auf „Down on the Upside“ noch mal intensiviert. Nicht alles gelingt hierbei zu 100 %, insgesamt ist das Album etwas uneinheitlich geraten. Aber die Dichte an Qualitätssongs ist immer noch sehr beachtlich.

Pretty Noose

Dusty

Burden in my Head

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